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Ein Blick in die Geschichte - Written by Ralli

Unser Tippspiel hat schon eine lange Tradition. Die Ursprünge liegen so rund um die 80er Jahre des letzten Jahrtausends. Schon damals wurde fleißig getippt, allerdings noch nicht so komfortabel wie heute.
Es wurden auch nicht alle Bundesligaspiele getippt, sondern nur die HSV-Spiele und das für die ganze Saison im Voraus. Und damit -bei gleichem Ergebnistipp- auch ein Gewinner gekürt werden konnte, musste auch noch die Zuschauerzahl im Stadion getippt werden. Das hört sich jetzt leicht an, aber damals waren die Stadien nicht immer ausverkauft, so wie heute. Ich kann mich an Spiele erinnern, gegen Bochum oder auch Leverkusen, die fanden vor 6600 Zuschauern statt. Und so war es dann gar nicht so leicht, richtig zu liegen.
Da man eh nix anderes als Fußball im Kopf hatte und sich sowieso jeden Sonnabend sah, um unseren HSV auch auswärts zu unterstützen, wurde dann auch schon mal ein Fanclub gegründet und das Tippspiel dort intrigiert. Wir hörten auf so tolle Namen wie „Die Krüge“ und „Holsten Turtles“. Man sieht, mit Hopfenkaltschale konnten wir damals schon umgehen….
Aber im Grunde waren als Stamm nur 3 Tipper dabei und um die Sache ein bisschen spannender zu gestalten, wurden die „Experten“ installiert. Die mussten nichts einzahlen, sondern konnten nur gewinnen und daraus wurde dann der Jackpot für das kommende Jahr gebildet. Das hat sich bis heute so gehalten, ich finde die Experten weiter toll.

Natürlich musste auch der Einsatz gelöhnt werden. 17 Mark je Halbserie, ihr seht, nur die Währung hat sich geändert. Nun hatten wir einen dabei, Namen tun nichts zur Sache, der kam so gar nicht in die Tasche und zahlte einfach nicht. Da gutes Zureden nix half, wurde ein Strafgeld in die Regeln aufgenommen. Eine Mark je Spieltag. Die sich je Spieltag verdoppelte… Man stelle sich ein Schachbrett vor, lege auf das erste Feld eine Mark, auf das zweite 2 und auf das dritte 4. Zu der Zeit sind wir immer 5 Tage zum Oktoberfest gefahren, immer mit dem Zug und dann auch nicht in einer Absteige, wir waren zwar nur zum Schlafen da, wenn überhaupt, aber Sterne sollten schon sein. Und Zimmerservice. Und Security, die kam dann jede Nacht, nur weil wir noch gekegelt hatten, diese 0,2 Liter Colaflaschen für die Mische auf dem Flur gestellt und dann mit einem Ball versucht zu treffen.

Aber ich schweife ab, schwelge in Erinnerungen, habt ihr nun mal ausgerechnet, wie so ein Schachspiel nach -sagen wir 12 Spieltagen- aussieht? Da die Strafgelder gerecht verteilt wurden, musste sich um die Reisekosten keiner Gedanken machen und auch als erzieherische Maßnahme hat es geholfen, der Einsatz kam danach immer pünktlich.
Das kann heute natürlich nicht mehr passieren, heute fliegt man wohl eher aus dem Tippspiel raus. Aber auch das ist noch nicht vorgekommen.
Mit Kicktipp kamen dann natürlich neue Möglichkeiten und mein Bruder Bernd installierte dann das Tippspiel in der heutigen Form. Es war nicht mehr nötig, nur Mitglieder aus dem Hamburger Raum zu rekrutieren, schnell ging es auch Richtung Bienenbüttel (bei Lüneburg) und Hannover.
Mit dem Ausscheiden von Bernd habe ich dieses Tippspiel übernommen, als sein Leiter, aber ich sehe es natürlich so, dass es unser Tippspiel ist und das es in erster Linie Spaß bringen soll. Sicher gibt es auch hier Regeln, aber an denen können wir alle mitarbeiten, jeder wie er möchte.
Ich glaube, bisher haben wir es ganz gut hinbekommen, ein einfaches Spiel mit einfachen Regeln und so soll es bleiben.

Allen hier viel Spaß…


Ralli aus Hamburg